Die Behandlung von Allergien erfolgt idealerweise durch verschiedene Therapiestrategien, die sich untereinander sinnvoll ergänzen. Als besonders erfolgsversprechend gilt hier die Kombination aus Antihistaminika (antiallergische Medikamente), Allergen-Vermeidung und der spezifischen Immuntherapie (SIT). Letztere ist auch bekannt unter der Bezeichnung Hyposensibilisierung. Obwohl die heutige Medizin wirksame Behandlungsoptionen bereithält, bleibt die Kontaktvermeidung zu den krankmachenden Allergenen wichtig. Allerdings ist dies nicht immer uneingeschränkt möglich. Bestimmte Lebensmittel können Sie bei Bedarf meiden, nicht aber Pollen. Medikamente lindern nur Beschwerden Gerade in solchen Fällen können spezielle antiallergisch wirkende Medikamente aus der Gruppe der Antihistaminika hilfreich sein. Je nach Ausprägung und Art der Allergie können ergänzend entzündungshemmende Medikamente gegeben werden. Treten die Symptome nur an wenigen Tagen oder Wochen im Jahr aus, genügt dies zumeist als Therapie. Bei monatelangen (z. B. Pollenallergie) oder gar dauerhaften Beschwerden (z. B. gegen Milben oder Tierhaare) bietet die SIT eine ursachenbezogene und zielgerichtete Behandlung. Bedeutung für Patienten: Der Ratschlag, Allergene gezielt zu vermeiden, ist oft schwer umzusetzen. Die Trennung von einem Haustier ist kein leichter Schritt und eine Sanierung von Teppichböden und Bett bei einer Milbenallergie kann Ihnen hohe Kosten verursachen und ist zudem aufwändig. Antihistaminika sind zwar ein bewährtes Mittel, Sie müssen diese aber regelmäßig einnehmen, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Oftmals sind diese auch nicht stark genug, um Sie vollständig beschwerdefrei zu bekommen. Sie wirken rein symptomatisch und machen zudem oft müde. SIT bekämpft Allergie an der Wurzel Als einzige Behandlungsoption wirkt die SIT an der Ursache der Allergie. Insbesondere gegen die Pollen- und Hausstaubmilbenallergie hat sie sich vielfach bewährt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie dadurch auch der Entstehung neuer Allergien und Asthma wirksam vorbeugen können. Ihre Heilungschancen steigen signifikant, wenn Sie sich für eine SIT entscheiden. Der Behandlungszeitraum beträgt rund drei Jahre und erfolgt in der Arztpraxis durch Spritzen oder zu Hause mit Tabletten und Tropfen. Ihr Arzt kann Sie diesbezüglich beraten. Durch den regelmäßigen Allergenkontakt gewöhnt sich Ihr Immunsystem an den Auslöser und reagiert mit der Zeit nicht mehr mit einer überschießenden Abwehrreaktion. Die Prognose der SIT ist sehr gut, vor allem in Kombination mit einer Allergen-Vermeidung und antiallergischen Medikamenten.